Charta Faire Metropole Ruhr 2030 -
Eine Fairfassung für das Ruhrgebiet

Die "Charta Faire Metropole Ruhr 2030 - Eine Fairfassung für das Ruhrgebiet" bildet die Grundlage unserer Aktivitäten in 2021/22. Die 53 Städte, Gemeinden und vier Kreise sollen sich zu einer nachhaltigen Zukunft des Ruhrgebiets, zu Fairem Handel und zu Fairer öffentlicher Beschaffung bekennen und diesem Bekenntnis konkrete Taten folgen lassen. Die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen (Sustainable Development Goals, kurz SDGs) bilden die Grundlage.

Am 26. Februar 2021 haben wir die Charta an alle Verwaltungsspitzen im Ruhrgebiet verschickt. Das Anschreiben dazu finden Sie hier.

Eine englische Version der Charta finden Sie hier.
You find an English Version of the Charter here.

Gegen die Ausbeutung von Mensch und Natur

Das Ruhrgebiet steht in der Tradition erkämpfter Rechte für Arbeiter*innen und einer sozial gerechten Ausgestaltung der Industrialisierung. Doch mehr denn je produzieren Menschen weltweit Güter unter menschenrechts- verletzenden Bedingungen – auch für Kommunen im Ruhrgebiet. Ein solidarisches Miteinander von Menschen unterschiedlicher Kulturen ist die Basis eines friedlichen Zusammenlebens – lokal und global.

Mit der „Magna Charta Ruhr gegen ausbeuterische Kinderarbeit“ gelang es 2010, dass sich alle 53 Städte, Gemeinden und vier Kreise verpflichteten, bei ihrem öffentlichen Einkauf auf Produkte aus ausbeuterischer Kinderarbeit zu verzichten. Als Faire Metropole Ruhr möchten wir uns mit dieser Fairfassung auch weiterhin gemeinsam gegen die Ausbeutung von Mensch und Natur stark machen. Darüber hinaus sollen auch die Menschen in der Region motiviert und dazu befähigt werden, sich für menschenwürdige Arbeitsbedingungen weltweit einzusetzen.

In unserem Film zur Charta zeigen wir anhand von Praxisbeispielen aus dem Ruhrgebiet wie Fairer Handel auf kommunaler Ebene aussehen kann. Hierfür haben wir Stimmen von verschiedenen Menschen aus dem Ruhrgebiet zum Fairen Handel und zur Charta Faire Metropole Ruhr 2030 eingefangen.

Nachhaltige Kommunalentwicklung - vor Ort und weltweit

Das Engagement der Kommunen in der Fairen öffentlichen Beschaffung ist für die Entwicklungs- und Nachhaltigkeitspolitik von enormer Bedeutung, denn als öffentliche Auftraggeber besitzen Kommunen einen enormen wirtschaftlichen Einfluss. Hier werden rund die Hälfte der Mittel verantwortet, die bundesweit für die öffentliche Beschaffung durch Bund, Länder und Kommunen ausgegeben werden (Quelle: SKEW). Mit der Charta Faire Metropole Ruhr 2030 möchten wir erreichen, dass auch die Kommunen im Ruhrgebiet einen Beitrag zur Umsetzung der Agenda 2030 für Nachhaltige Entwicklung leisten und sich für eine nachhaltige Kommunalentwicklung (SDG 11) vor Ort und weltweit einsetzen. Die SDGs heben Kommunen als besondere Akteure hervor, Verantwortung zu übernehmen und ihre Kompetenzen einzubringen.

Menschenwürdige Arbeit, nachhaltige Konsum- und Produktionsmuster, Klimaschutz

Für uns haben die Entwicklungsziele zur Schaffung menschenwürdiger Arbeitsbedingungen (SDG 8) sowie die Förderung nachhaltiger Konsum- und Produktionsmuster (SDG 12) eine besondere Relevanz. Außerdem wird das Thema Klimaschutz (SDG 13) bei all unseren Aktivitäten berücksichtigt. Landkreise, Städte und Gemeinden können diese Ziele unterstützen, indem sie fair gehandelte Produkte einkaufen und auf Güter verzichten, die durch ausbeuterische Kinderarbeit oder unter Verletzung sozialer Mindeststandards hergestellt werden (Quelle: SKEW).


Mit der Unterzeichnung der Charta verpflichten sich die Kommunen zu einer Reihe von Mindestzielen und Handlungen:

  • Erhöhung der Anzahl kommunaler Einkäufe, in denen mindestens die Einhaltung von Kernarbeitsnormen der internationalen Arbeitsorganisation (kurz: ILO) nachgewiesen werden muss
  • Erhöhung der Anzahl kommunaler Einkäufe, die darüber hinaus den Kriterien des Fairen Handels entsprechen
  • Aktive Unterstützung der Fairtrade-Towns-Kampagne, Informationsarbeit zum Thema Fairer Handel und Erhöhung des Anteils fair gehandelter Produkte bei kommunalen Veranstaltungen
  • Unterstützung von Projekten von Unternehmen, die den Fairen Handel fördern, im Rahmen der Wirtschaftsförderung

Diese Organisationen unterstützen die Charta ideell:

 

Möchte auch Ihre Organisation die Charta ideell unterstützen? Dann nehmen Sie gerne mit uns Kontakt auf!

Ideelle und finanzielle Unterstützer*innen

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