MADE IN EU – Ein Film über Ausbeutung in Europa

Datum
19.02.2026
Veranstaltungsort
Filmkunsttheater Essen

Terminbeschreibung

Am 19. Februar 2026 zum Welttag der sozialen Gerechtigkeit startet der Film „Made in EU“ in den Filmkunsttheatern in Essen – ein tiefgreifendes Sozialdrama, das bei den Internationalen Filmfestspielen von VenedigPremiere feierte.  Im Zentrum steht die Näherin Iva, die in einer bulgarischen Fabrik unter prekären Bedingungen arbeitet und plötzlich zum Sündenbock einer ganzen Gemeinschaft wird. Der Film wirft schmerzhafte Fragen auf: Was ist ein Menschenleben im globalen Kapitalismus wert? Und wie schnell zerbricht Solidarität unter Druck?

Weitere Infos zum Film

Iva arbeitet in einer Textilfabrik im ländlichen Bulgarien, wo sie täglich „Made in EU“-Etiketten in Kleidung näht, während sie selbst kaum über die Runden kommt. Seit Wochen leidet sie an einer mysteriösen Krankheit, doch ihr Wunsch nach einer Krankschreibung bleibt ungehört. Als schließlich ein positiver Covid-Test bestätigt, dass Iva der erste offiziell registrierte Fall ihrer Kleinstadt ist, entfesselt sich eine Welle der Angst, Gerüchte und Schuldzuweisungen.

Basierend auf wahren Begebenheiten zeichnet der Cannes-prämierte Regisseur Stephan Komandarev das bewegende Porträt einer Frau, die nicht nur am Virus, sondern am System zerbricht. Dabei offenbart er die katastrophalen Arbeitsbedingungen in Europas Textilindustrie. MADE IN EU ist scharfe Konsumkritik und ein eindringlicher Appell an unser gesellschaftliches Miteinander.

Hinter dem Label „Made in EU“ 

Bulgarien ist ein zentraler Produktionsstandort für viele bekannte europäische Modemarken. Niedrige Löhne, fehlende soziale Absicherung und massive Arbeitsrechtsverstöße prägen den Alltag – besonders für Frauen, die 80–90 % der Beschäftigten stellen.

MADE IN EU zeigt: Ausbeutung ist kein fernes Problem – sie ist europäische Realität.

Weitere Informationen finden Sie hier: https://jip-film.de/made-in-eu/

 

 

Eingetragen am 12. Februar 2026