Klangkosmos-Konzert mit Ananuri - Georgien

Datum:
17.04.2018 - 17.01.2018

Terminbeschreibung:

Polyfone Lieder aus dem Rpertoire der profanen Musiktraditionen Georgiens

Ein weiteres Ensemble mit einem klingenden Namen: Bei "Ananuri" handelt es sich um eine Festung, deren älteste Teile auf das 13. Jahrhundert datiert werden, rund 65 km von Tiflis entfernt. 2007 wurde sie von der UNESCO in die Liste der Welterbestätten aufgenommen.

Doch Georgien hat noch mehr zu bieten als imposante Bauwerke: sein Musik. Das Land besitzt eine prächtige Tradition der Vokalpolyfonie, in der religiösen wie in der Volksmusik. Bis in die Gegenwart hinein ist der Gesang fest im Leben der Einwohner verankert, und auch wurde er von der UNESCO gewürdigt - 2001 wurde er in die erste Liste der "Meisterwerke des mündlichen und immateriellen Erbes der Menschheit" aufgenommen. 1995 schlossen sich einige unabhängige Künstler zum Ensemble Ananuri zusammen, das sich in den Folgejahren stetig erweiterte. Die Gruppe widmet sich schwerpunktmäßig den profanen georgischen Musiktraditionen, zu denen mindestens 15 regionale Stile zählen. Zu den ältesten gehört zweifelsohne die berühmte polyfone Chortradition, die sich durch Elemente der freien Vokal-Improvisation auszeichnet.

Im Klangkosmos gastiert Ananuri in einer Quartett-Formation, das Repertoire besteht aus polyfonen Liedern für drei Stimmen, begleitet von den Langhalslauten Panduri und Chonguri, der Rohrflöte Salamuri und weiteren Instrumenten. Bis heute hat sich in der georgischen Musik eine einzigartige Verbindung des georgisch-orthodoxen Christentums mit heidnisch-magischen Vorstellungen und Ritualen erhalten, in denen der Glaube an Geister eine Rolle spielt. Auch diese Facetten spiegeln die kunstvoll faszinierenden Stücke des Ensembles wider.

Veranstaltungsort:

Lutherkirche, Martin-Luther-Straße 27b, 59065 Hamm