Print

Stadt Lünen unterzeichnet die Charta "Faire Metropole Ruhr 2030"

Im Beisein verschiedener Akteurinnen und Akteure, die sich in Lünen für den fairen Handel engagieren, hat Bürgermeister Jürgen Kleine-Frauns am Mittwoch, 14. Februar, die Charta „Faire Metropole Ruhr“ für die Stadt Lünen unterschrieben.

Fotonachweis: Stadt Lünen

Seit 2011 engagiert sich Lünen aktiv für den fairen Handel und gehört damit zu den über 860 „Fairtrade-Towns“ in Deutschland. Dieses globale Netzwerk umfasst mehr als 2.000 Städte in 36 Ländern. Um als „Fairtrade-Town“ anerkannt zu werden, erfüllt Lünen fünf wesentliche Kriterien, darunter die Verankerung des fairen Handels in einem Ratsbeschluss und die Einrichtung einer Steuerungsgruppe, die die lokalen Fairtrade-Aktivitäten koordiniert und fördert, sowie den Nachweis, dass fair gehandelte Produkte in lokalen Geschäften und Gastronomiebetrieben erhältlich sind.

Im Rahmen der Veranstaltung diskutierte die Runde über die Wichtigkeit des fairen Handels und erörterte Möglichkeiten, wie fairer Handel in Lünen weiter vorangebracht werden kann. Der Bürgermeister hob dabei die Bedeutung der ehrenamtlichen Arbeit der „Fairtrade-Steuerungsgruppe“ hervor, die das Thema in Lünen mit verschiedenen Aktionen und Maßnahmen in die Öffentlichkeit trägt. Ein im Rahmen der Charta-Unterzeichnung mitgebrachter Fußball wurde als Positivbeispiel präsentiert: „Ein Fairtrade-Fußball ist ein hervorragendes Beispiel dafür, wie wir im Ruhrgebiet – einer Region mit einer tief verankerten Fußball-Tradition – das Bewusstsein für fairen Handel schärfen können. Es ist deshalb unverständlich, dass bei der anstehenden Fußball-Europameisterschaft in unserem Land Bälle von einem deutschen Hersteller eingesetzt werden, die dieses Siegel nicht tragen“, so Kleine-Frauns. Dabei sei eine Chance verpasst worden. „Gerade diese Hersteller befinden sich in einer Funktion, in denen sie Vorbild sein müssen.“

Zusätzlich zu den sieben Mindestzielen der Charta, verpflichtet sich die Stadt Lünen zu den folgenden vier optionalen Maßnahmen:

  • Bis 2025 erstellen bzw. verändern wir unsere Vergaberichtlinie/ -vorschriften (z. B. Dienstanweisungen) sowie Vergabehandbücher derart, dass die Beschaffung von Gütern in 11 der genannten sensiblen Produktgruppen im Sinne einer Fairen Beschaffung durchgeführt werden kann. Diese kommunizieren wir im Kompass Nachhaltigkeit.
  • Bis 2024 werden 2 Informationsveranstaltungen und Schulungen zur Fairen Beschaffung in 2 der relevanten Produktgruppen durchgeführt und u. a. Good-Practice-Beispiele vorgestellt. Dabei werden entsprechende externe, kostenfreie Beratungsangebote wahrgenommen.
  • Die Faire Woche wird jedes Jahr medial beworben: Zweck ist, den Fairen Handel sichtbar zu machen sowie Menschen in unserer Kommune zu motivieren, sich für den fairen Handel einzusetzen.
  • Bis 2027 führen wir 2 Fortbildungen zur Fairen Beschaffung für die Leitungsebene sowie Mitarbeiter*innen an Schulen/Kitas durch.

Nach der Unterzeichnung wurde im Rathausfoyer außerdem die Ausstellung zur Charta eröffnet, die drei Wochen lang Einblicke in faire Handelspraktiken bietet und zeigt, wie jeder und jede Einzelne einen Beitrag leisten kann. Ein interaktives Heft ermöglicht es den Besuchenden, Wünsche und Anregungen zum Thema Fairtrade in Lünen zu hinterlassen.

Die vollständige Pressemitteilung finden Sie hier.

Um unsere Website für Sie optimal gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Website stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen hierzu erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Einverstanden